Versunken in die Realisierung des Goldfries zu den einzelnen Puzzlen im "Loreley-Projekt" und immer wieder reflektierend zur Sagenwelt des Rheintals, erweiterte ich gedanklich das Projekt um eine neue Fassette. Dann kam der Lockdown wegen Covid-19 und zwang uns Alle, den täglichen Rhythmus neu zu organisieren. Gut, dass ich das Haus nicht verlassen musste, um ins Atelier und somit zur Arbeit zu gehen. Sobald ich im Atelier saß, vergaß ich die Bedrohung. Meine Gedanken folgten den Bewegungen der Hände und irgendwo weit, weit im Hinterkopf entstanden Rezepte, die alle aus dem Mittelrheintal, der Heimat der Loreley, stammten. Als Mitte Mai das letzte Puzzlestück des Goldfries beendet war, konnte ich mich zu 100 % auf die in den letzten Monaten herangereifte Idee zu einem begleitenden Kochbuch konzentrieren. Ganz richtig gelesen: Ich werde wieder ein begleitendes Kochbuch schreiben. Erfahrung habe ich bereits, denn zu meinem früheren Kunstprojekt ...
Die Ausstellung im BEGAS Haus hat nun sowohl einen Termin, als auch einen Namen. Bitte notieren: "Mythos Loreley" Eine Auseinandersetzung von Ursula Pahnke-Felder Ausstellungseröffnung: 26. 09.2021 11:30 Uhr Ausstellungsdauer: 26.09. 2021 - 16. Januar 2022 BEGAS Haus, Museum für Kunst und Regionalgeschichte Heinsberg / D Hochstraße 21 D - 52525 Heinsberg Ich freue mich riesig, diese Entwicklung öffentlich zu machen. Zu meinem neuen Kochbuch "Geniessen mit Loreley" gibt es in Kürze ebenfalls Nachrichten.
Das Wetter ist verlockend, die Temperaturen angenehm. Zeit, um mich auf Wanderschaft im "Loreley-Projekt" zu begeben und mir über verschiedene Aspekt innerhalb des Projektes klar zu werden. So versuche ich, während ich Kilometer um Kilometer am Niederrhein, dem Geburtsort beider Kunstwerke, zurücklege, meine Gedanken über folgende Fragen zu ordnen: Warum legte Begas die Unterwelt in Gold an? Warum erscheint sie als Himmelsgewölbe, wo doch die Schiffer ganz eindeutig durch den Gesang in die Wasseruntiefen gezogen werden? Und kommen die verführerischen und somit begehrenswerten Frauen aus der Unterwelt, in diesem Falle sogar aus der Wasserunterwelt? Warum wird die Loreley aber dann so "erhöht", droben auf einem Felsen? Nach ca. 20 km ist der Kopf frei und ich halte es mit Karl Valentin, der da 1916 leichtfüßig textete: Viel tausend Jahr hock ich hier oben bei Sonnenschein, Regen und Schnee auf diesem steinigen Felsblock mir tut schon mein Rüc...
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